Long Covid Awareness Day 15. März 2026

Zwischen 300’000 und 450’000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder sind in der Schweiz von Long Covid betroffen.

Obwohl es Evidenz gibt, dass es sich bei Long Covid um eine neuroimmunologische Erkrankung handelt, die sich durch eine Vielzahl von Dysfunktionen in allen Körpersystemen manifestiert, werden die Symptome in der Versorgung meist immer noch psychologisiert.

Die Betroffenen erhalten erst verspäten – wenn überhaupt – eine korrekte Diagnose, die wichtigsten Symptome: post-exertional Malaise, Belastungsintoleranz und orthostatische Intoleranz werden bei der Diagnose und Behandlung zu wenig berücksichtigt. Die Versorgung ist inadäquat, und die grosse Mehrzahl der Betroffenen erhält keine Unterstützung durch die Invalidenversicherung. Die chronische Erkrankung, das Medical Gaslighting, fehlende Behandlung und Fehlversorgung, fehlende Unterstützung durch Sozialversicherungen, finanzielle Probleme und Leistungseinbussen oder vollständige Arbeitsunfähigkeit belasten die Betroffenen. Hier noch eine Medienmitteilung von Denknetz über eine mögliche Lösung, die zu diskutieren wäre: Medienmitteilung 

Das BAG wurde beauftragt, gemeinsam mit allen Stakeholdern eine nationale Strategie für Long Covid, myalgische Enzephalomyelitis und PostVac zu entwickeln, um die Diagnostik, Behandlung und Unterstützung der Betroffenen zu verbessern.

Am heutigen Tag erinnern wir an den Beginn der Pandemie. Eine Pandemie die für uns alle immer noch nicht zu Ende ist. Durch Mythen und Unverständnisse sind wir auch sechs Jahre später immer nicht am Ziel: einer adäquaten evidenz-basierten Versorgung und Unterstützung der Betroffenen. Das Europäische Regionalbüro der WHO hat mit Patientenorganisationen gemeinsam eine Mythbuster-Kampagne entwickelt. Damit möchte sie helfen, die Situation für Betroffene zu verbessern.

Mehr Informationen findet man hier: Myth-busters- debunking long COVID myths and misconceptions